Dass arago eine im harten IT-Business relativ junge, aber erfahrene Firma mit hohem Kreativitätspotential und eine Quelle neuer innovativer Ideen ist, braucht nicht gesondert hervorgehoben zu werden. Was im Dezember 2010 passierte, ist allerdings bemerkenswert. Um sich bei den Mitarbeitern für das erfolgreiche vergangene Jahr zu bedanken, ging arago wieder einmal einen unkonventionellen, aber für die Mitarbeiter sehr befriedigenden Weg: der Weihnachtsmann brachte allen Mitarbeitern 15“ Macbooks Pro, iPads und iPods als Anerkennung für ihre Leistungen im harten Eurokrise-Jahr 2010. Es schneite also Apple-Produkte, die die Mitarbeiter in ihrer täglichen Arbeit unterstützen sollen.
Auf der Weihnachtsfeier warteten alle gespannt auf die Rede der Geschäftsleitung, die dann die Überraschung bekannt gab. Nicht nur, dass wir Mitarbeiter für unser Engagement belohnt wurden – nein, es wurde sogar ausdrücklich seitens der Geschäftsleitung der Wunsch an die Mitarbeiter herangetragen, mit den neuen Geräten auch in der Firma zu arbeiten, damit sich die Mitarbeiter ganz individuell ihre eigene Arbeitsumgebung gestalten, um so kreativ wie möglich sein zu können. Selbstverständlich können die Mitarbeiter die Geräte, falls sie aus dem Unternehmen ausscheiden, als Privatgerät behalten. Diese Einstellung der Geschäftsleitung ist außergewöhnlich. Es ist branchenintern zwar nicht unüblich, Mitarbeitern derartige Präsente zu machen, jedoch meistens aber mit der Einschränkung, entweder diese ausschließlich privat oder ausschließlich im Unternehmen zu nutzen und sie beim Verlassen des Arbeitgebers wieder zurückzugeben.
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Wir waren jedenfalls alle happy: als die Großbestellung bei arago eintraf, wurde sie auch folgerichtig durch den Hintereingang angeliefert und direkt versteckt, sonst wäre an diesem Tage an Arbeiten nicht mehr zu denken gewesen. Das große Hallo muss man sich vorstellen – gestandene Programmierer und Administratoren freuten sich händeklatschend wie kleine Kinder auf den Schokoweihnachtsmann. Und arago setzte noch ein Sahnehäubchen darauf – jeder Mitarbeiter erhielt zu dem Macbook Pro auch noch ein Bluetooth Keyboard dazu. Nun machte sich jeder daran, sein Apple-Produkt so zu konfigurieren, damit er direkt loslegen konnte. Der arago Systembetrieb war ganz schön beschäftigt – nicht nur damit, den Mac-unkundigen Kollegen die Bedienung zu erklären, sondern auch mit der Einrichtung der Macbooks im arago-LAN.
Als Folge der vielen neuen Apple-Produkte passierte eine Menge:
- Kollegen, die schon privat seit Jahren Macs benutzen, bekamen über Nacht Sadhu-/Guru-Status.
- Im Enterprise Social Network Yammer wurde im arago-Bereich die Gruppe „Macworld“ plötzlich unglaublich beliebt.
- Es fand eine rege Kommunikation über alle Abteilungsgrenzen hinweg statt, welche Tools/Software/Anwendungen usw. am besten sind und wie eine Aufgabe am besten mit dem Mac zu lösen ist.
- Die im Januar 2011 anstehende JBOSS Schulung wurde komplett mit VMWARE Fusion oder Sun VirtualBox Linux Installationen unter Mac OS X durchgeführt.
- Alle Vorführungen bei Kunden, seien es Vertriebs-Präsentationen oder Produkt-Demos, werden seither mit dem Macbook durchgeführt.
- RAM-Erweiterungen von vier auf acht GB wurden plötzlich geordert, als gäbe es kein morgen mehr.
- Die Hardware-Spezialisten fingen direkt damit an, die Macbooks mit SSD umzubauen und ihre Erfahrungen damit allen mitzuteilen. Den daraus folgenden Speedcontest will ich nur am Rande erwähnen.
- Kollegen, die mit Mac OS X nicht warm werden konnten, installierten sich Linux oder Windows auf dem Macbook – es sei ihnen gegönnt.
- Die elektronischen Musiker im Team fingen plötzlich an, so richtig loszulegen und tauschten sich fachlich aus. Manche Ergebnisse würde ich allerdings eher unter der Bezeichnung „Krach“ laufen lassen.
- arago-eigene Software wie die Tools für unsere Automatisierungslösung arago AutoPilot wurden auf den Mac portiert und als Installationspaket allen zur Verfügung gestellt.
- Jeder installierte sich die Tools, mit denen er am besten arbeiten konnte, angefangen von Eclipse über Chrome bis hin zu Fernsteuerungssoftware für Präsentationen, um den Mac entweder per Kamera und Handzeichen zu bedienen oder per Remote über das iPhone oder das iPad.
- Das Teilen von Informationen oder Dateien war plötzlich sehr einfach geworden – einfach in die Dropbox des jeweiligen Users ablegen oder per Onscreen-Message Growl dem Kollegen Bescheid geben.
- Viele haben ihre Macbooks auch in unsere Domäne eingebunden, sodass der SSO bei diversen Applikationen im Browser auch jetzt problemlos funktioniert und helfen ihren Kollegen, wo diese ggf.Probleme haben.
- Es gibt auch einen User im Haus, der mittlerweile per Feile die Ecken vorne am Macbook-Touchpad abgefeilt hat, weil sie ihm dauernd beim Tippen die Hemdsärmel beschädigt haben.
- Aufgrund des Unix-basierten Mac OS X Unterbaus ist das Ausprobieren und Portieren von OpenSource-basierter Software kein Problem mehr.
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Wie man sehen kann, wurde dadurch der Motivation ganz gehörig der Rücken gestärkt. Und auch die vorherigen Netzwerkserver wie unsere ThinClient-Lösung haben nicht mehr so viel zu tun. Wir nutzen diese jetzt primär noch als Fileserver. Wenn sich jemand über Performance beschwert, kann er das Problem mit Unterstützung durch die lokalen Mac Sadhus direkt selbst beheben. Es macht einfach unheimlich Spaß, mit der personalisierten Arbeitsumgebung zu arbeiten und sich das System nach seinen Bedürfnissen anpassen zu können. Die Kommunikation der Mitarbeiter untereinander ist auch besser geworden – klar, Gemeinsamkeiten verbinden eben. Früher haben wir regelmäßig abends zusammen im Netzwerk gespielt, das wird jetzt wieder kommen, seit es Worms auch für den Mac gibt. Alles in allem war das eine großartige Idee unserer Geschäftsleitung. Ich bin schon gespannt, was sie sich für dieses Weihnachten einfallen lässt!

