Es ist nicht zu ignorieren: Im Rechenzentrum herrscht seit Jahren extremer Zeit- und Kostendruck. Wo früher steigende Budgets an der Tagesordnung waren, sinken diese heute nicht selten um mehr als zehn Prozent pro Jahr. Trotzdem wachsen die Aufgaben. Die IT kann sich nicht mehr darauf beschränken, die Verfügbarkeit der Infrastruktur sicherzustellen, sie soll beispielsweise auch dafür Sorge tragen, dass eine Datenbank die richtigen Daten ausliefert oder die Anwendungs-Performance den Ansprüchen der Nutzer genügt. In der Realität aber bleiben für ein strategisches „Change the business“, das diesen Herausforderungen begegnen könnte, kaum Ressourcen übrig, allzu oft sind Personaldecke und Budget mit den unabdingbaren „Run the business“-Aktivitäten bereits überstrapaziert.
Wer das eigene Optimierungspotenzial ausgereizt hat und dennoch weiter sparen muss, lagert sein Rechenzentrum einfach aus – meist auch gleich in Regionen mit niedrigen Personalkosten. Dieser Ansatz wird allerdings schnell problematisch, wenn das dortige Personal das Geschäft des Kunden nicht aus eigener Anschauung kennt, aufgrund kultureller Grenzen nicht nachvollziehen kann oder Reibungsverluste in den Kommunikationsprozessen auftreten. Jede Offshoring- oder Nearshoring-Strategie führt zwangsläufig zu einem Qualitätseinbruch, der nur schwer wieder aufgeholt werden kann.

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Die bessere Alternative lautet oft, wertvolle Personalressourcen nur noch für entsprechend hochwertige Aufgaben einzusetzen und die tägliche Arbeit der Administration, Fehleranalyse und -behebung weitgehend einem wissensbasierten Automatisierungswerkzeug zu überlassen. Auf dem neuesten Stand der Technik kann eine intelligente Automatisierungslösung wie der Autopilot für den IT-Betrieb Störungen selbsttätig beheben oder anderenfalls mit der bereits vollständig getätigten Problemanalyse an den menschlichen Administrator übergeben, der sich laut Wissensbasis am besten mit dem aufgetretenen Problem auskennt.
Dafür ist allerdings ein Umdenken erforderlich: Das Management muss einem elektronischen Werkzeug vertrauen, Entscheidungen beispielsweise über Konfigurationsänderungen zu treffen und umzusetzen. Die Administratoren müssen ihre über Jahre angesammelte Betriebserfahrung in die Wissensdatenbank einpflegen und damit aus der Hand geben. Doch das Vertrauen lohnt sich: Mit einem Automatisierungsgrad von 50 bis über 80 Prozent sinken die Kosten merklich und die IT-Spezialisten im Unternehmen haben endlich wieder Zeit für das Wesentliche.